Ruhe ist deine wahre Natur.

Ruhe ist deine Wahre Natur. ~Ramesh Balsekar

Ich mag es, mich immer wieder daran zu erinnern, dass Stille nicht etwas ist, was wir durch Meditation und andere Praktiken erzeugen müssen, sondern dass die innere Ruhe unser ganz natürlicher Zustand ist. Jegliche Anstrengung, die dazu führen soll innerlich ruhiger und gelassener zu werden, ist also kontraproduktiv.

Folgendes Zitat vom spirituellen Lehrer Ramesh Balsekar bringt dies klar auf den Punkt:

„Der Zustand von Ruhe ist unsere wahre Natur. Tatsache ist, dass dieser Friede oder die Ruhe immer vorhanden ist, bis der Verstand sich einschaltet. Es scheint, als ob die Ruhe kommt und geht. So ist es aber nicht. Ramana Maharshi beschreibt dies als den natürlichen Zustand, den Sahaja-Zustand.* Aufgrund unseres Intellekts erachten wir den Zustand von persönlicher Verwicklung als den Normalzustand.“
Ramesh Balsekar

Ich finde, dass einiges an Anstrengung abfallen kann, wenn man sich daran erinnert, dass der innere Frieden immer da ist – auch wenn man ihn in diesem Moment gerade nicht wahrnimmt.

Und doch leiden wir oft unter unseren Gedanken und Gefühlen. Daher stellt sich natürlich die Frage: „Wie kann ich diese Ruhe wieder mehr zulassen und meine wahre Natur wieder erleben?“

Meditieren, ganz ohne Ziel...

Der übliche Weg in Meditation und spirituellen Praktiken scheint zu sein, dass man sich auf das gewünschte Ziel (die Ruhe) ausrichtet und Übungen macht, um diesen Zustand herzustellen. Aber das kann nie wirklich zum natürlichen Zustand führen, denn man tut ja immer etwas, man verändert immer das, was gerade ist. So kann man also nicht in Kontakt mit seiner wahren Natur, der bewegungslose Stille kommen. Manchmal mag es vorkommen, dass man meditiert und meditiert, so lange, bis man innerlich genug von dem ganzen, anstrengenden Unterfangen bekommt und dann „drauf scheißt“ (bzw. ganz loslässt) – in diesem Moment kann wahre, natürliche Meditation geschehen. Ich finde es aber mühselig, ewig anstrengende Übungen zu machen, mit dem Ziel dann irgendwann geistig erschöpft zusammenzubrechen...

Widme dich dem, was jetzt da ist!

Besser ist es seine Aufmerksamkeit von Anfang an der inneren Verwicklung zu widmen, zu erforschen und zu erleben, wie man die ganzen Gedanken und Gefühle erzeugt – ganz wahrzunehmen, was im jetzigen Moment geschieht, so unangenehm das auch sein mag. Und es ist wichtig dabei nicht nur zu Beobachten, sondern das was geschieht auch voll und ganz zu erleben, zu verkörpern.

Um zu Beobachten und gleichzeitig ganz im Erleben zu sein, ist es wichtig seinen Körper zu spüren und seine Gefühle zu fühlen. Durch das Spüren und Fühlen erlebt man ganz den jetzigen Moment – man wird lebendiger und wahrhaftiger und macht gleichzeitig Raum für die innere Stille.

Ich liebe lebendige Stille mit der Offenheit für Turbulenzen und ziehe dieses Erleben der disziplinierten Stille, die in vielen Meditationspraktiken vorzuherrschen scheint, tausend Mal vor.
Sean Grünböck

Willst du mehr erfahren und entdecken?

Und wenn du mehr von mir lesen möchtest, dann melde dich doch für meinen Newsletter an

Veröffentlicht am: 4.02.2020